Sandra Kinne und Dr. Ingrid Rupp

Kündigen für den Tod

Sandra Kinne entschied nach dem Begräbnis ihrer Großmutter, dass sie Bestatterin werden will. Die studierte Kulturanthropologin nahm Kontakt zur Bestatterin Anne Sallanz auf und kündigte ihren gutbezahlten Job in der Marktforschung. Zum Abschied dachten manche Kollegen, sie mache einen Scherz als sie sagte: „Ich gehe ab sofort ins Bestattungsinstitut.“

Biografie-Workshop

Meine Oma hatte den tiefen Wunsch, dass ihre Lebenserinnerungen festgehalten werden. Vor über 10 Jahren habe ich sie zu mir eingeladen und wir haben 7 Tage lang über ihre Kindheit, den Krieg und was danach kam, geredet. Die Tonbandaufnahmen habe ich in eine schriftliche Biografie gegossen. Nun biete ich mit Marlen Schneider gemeinsam einen Biografie-Workshop an.

Dr. Ingrid Rupp und Marlen Schneider
Anne Sallanz öffnet einen Sarg.

Zu Besuch bei Anne Sallanz

Anne Sallanz ist 29 Jahre alt und Bestatterin. Wir plauderten über Gespräche mit Angehörigen in Trauer und die verschiedenen Lebenswege die Menschen zu diesem Beruf führen. Wir waren uns einig: der Abschied am offenen Sarg ist für die Trauerverarbeitung höchst empfehlenswert. Gut sieht so ein Sarg zumindest auch von innen aus.

Man stirbt so verflucht langsam

Ich durfte eine wunderbare Frau im Hospiz Louise in Heidelberg kennenlernen. Ich kam mit dem Anliegen, eine Person zu finden, die mir über ihr Leben erzählt, damit ich daraus eine Trauerrede für meine Ausbildung als Trauerrednerin formulieren kann. Ihre Antwort lautete: „Warum möchten Sie Trauerrednerin werden? Gabs nichts anderes auf der Straße?“

Lektüre im Hospiz