Muss mal gesagt werden
Warum bin ich so gerne Trauerrednerin?
Seit sieben Jahren arbeite ich als Trauerrednerin und keine Arbeit hat mich je so erfüllt wie diese. Ich erzähle, was ich daran so liebe.
Seit sieben Jahren arbeite ich als Trauerrednerin und keine Arbeit hat mich je so erfüllt wie diese. Ich erzähle, was ich daran so liebe.
Lara Schmelzeisen und Ingrid Rupp bieten ein Trauercafé im Café Südseite in Heidelberg an. Trauernde sind eingeladen, in der Gemeinschaft miteinander zu trauern.
Finde Trost und Ausdruck durch Kunst In den vergangenen fünf Jahren habe ich über Trauer gelernt, dass sie ein gewaltiges Gefühl ist. Menschen, die Trauern, fühlen viele unterschiedliche Emotionen. Viele möchten die Trauerphase gerne überspringen oder einfach ignorieren. Unverarbeitete Trauer kann lange Jahre im Körper nachwirken. Trauer ist ein Prozess, Read more…
Bestatterin Anne Sallanz erzählt in einem gemeinsamen Vortrag mit mir aus ihrer Erfahrung, was Menschen am Ende eines Lebens bewegt. Der Vortrag für die Akademie für Ältere in Heidelberg ist kostenlos. Ich berichte von meiner Arbeit als Trauerrednerin und wie wertvoll echte Begegnungen sind.
Sandra Kinne entschied nach dem Begräbnis ihrer Großmutter, dass sie Bestatterin werden will. Die studierte Kulturanthropologin nahm Kontakt zur Bestatterin Anne Sallanz auf und kündigte ihren gutbezahlten Job in der Marktforschung. Zum Abschied dachten manche Kollegen, sie mache einen Scherz als sie sagte: „Ich gehe ab sofort ins Bestattungsinstitut.“
Meine Oma hatte den tiefen Wunsch, dass ihre Lebenserinnerungen festgehalten werden. Vor über 10 Jahren habe ich sie zu mir eingeladen und wir haben 7 Tage lang über ihre Kindheit, den Krieg und was danach kam, geredet. Die Tonbandaufnahmen habe ich in eine schriftliche Biografie gegossen. Nun biete ich mit Marlen Schneider gemeinsam einen Biografie-Workshop an.
Anne Sallanz ist 29 Jahre alt und Bestatterin. Wir plauderten über Gespräche mit Angehörigen in Trauer und die verschiedenen Lebenswege die Menschen zu diesem Beruf führen. Wir waren uns einig: der Abschied am offenen Sarg ist für die Trauerverarbeitung höchst empfehlenswert. Gut sieht so ein Sarg zumindest auch von innen aus.
Ich durfte eine wunderbare Frau im Hospiz Louise in Heidelberg kennenlernen. Ich kam mit dem Anliegen, eine Person zu finden, die mir über ihr Leben erzählt, damit ich daraus eine Trauerrede für meine Ausbildung als Trauerrednerin formulieren kann. Ihre Antwort lautete: „Warum möchten Sie Trauerrednerin werden? Gabs nichts anderes auf der Straße?“
Ich durfte nun schon zum zweiten Mal mit der wunderbaren Ingrid zusammenarbeiten. Auch bei Wind und Wetter singt sie mit voller Stimme, spielt sicher ihre Akkorde und spendet den Trauernden durch ihre Art Trost.